Kursbeschreibung
2011 werde ich in Vättis, Schweiz, wieder Bildhaukurse organisieren. Form und Inhalt sind, wie immer, grundsätzlich offen. Ich höre gerne bald von Ihnen, wenn Sie Interesse haben. Ich kann dann Ihre Wünsche miteinbauen.
Üblicherweise dauern die Kurse eine Woche für eine kleine Gruppe von 5 bis maximal 9 Teilnehmern. Anmelden kann man sich sowohl individuell als auch als Gruppe.
Jeder Kurs wird sich anlehnen an meine eigene Arbeitsmethode, das heisst, dass es um das manuelle Bearbeiten von Stein gemäss der Methode des "taille directe" geht. Dies bedeutet, dass wir direkt im Stein arbeiten ohne einen ausführlichen Entwurfsprozess auf Papier und/oder in weichem Material wie Ton oder Gips. Dadurch, dass wir uns nicht vorher auf ein Endresultat festlegen, gibt es Zeit, die Form reifen zu lassen aus einem Zusammenspiel der eigenen Fähigkeiten, dem Stein, der Werkzeuge und der Umgebung.
Je nach Ihrer Erfahrung, wird
meine Begleitung sich darauf richten, dass Sie lernen, mit
Material und Werkzeug umzugehen und/oder dass Sie sich im Dialog
mit mir und anderen Kursteilnehmern weiterentwickeln in Bezug auf
Gestaltungsfragen, die Steinbildhauen nun mal hervorruft.
Darüberhinaus informiere ich über Unterkunft und
Einkaufsmöglichkeiten und organisiere Arbeitsplatz und
Material. Abschliessend werden die Arbeiten in einer kleinen Vernissage einander und
andere Interessierten präsentiert.
Für Anfänger sind die hiesigen Gesteine
Verrucano (ein roter
Sandstein) und Alpengrün
(ein grün/weisser granitartiger Stein) vielleicht zu
widerspenstig; ich habe auch einfacheren Stein
zur Verfügung wie z.B. Kalk- oder Sandstein.
Man kann auch seinen eigenen Stein mitbringen.
Grundwerkzeuge (Klöpfel, Spitzeisen, Sicherheitsbrille)
sind inbegriffen; falls Sie mit eigenem Werkzeug arbeiten
wollen, und das bei der Anmeldung wissen lassen, bekommen Sie Rabatt
auf den Kurspreis. Ebenfalls inbegriffen ist der Gebrauch eines
Arbeitstisches oder ähnliches.
Das Benutzen eigener elektrischer Werkzeuge (auf Nachfrage kann ich
das für Sie kaufen oder gegen Gebühr ausleihen) ist möglich,
hauptsächlich für das Schleifen und Polieren.
Grundsätzlich sind Sie frei, so zu gestalten wie Sie möchten. Wenn Sie wünschen, helfe ich Ihnen während des Kurses gerne mit einigen Ausgangsideen, abstrakt oder figurativ. Haben Sie eine Idee, aber ist die Umsetzung im Stein problematisch, finden wir bestimmt eine Lösung. Je anspruchsvoller die Idee, desto grösser die Motivation, sich die benötigten Fähigkeiten zu erarbeiten.
Das Bergdorf Vättis (950m ü.M.) mit ca. 400 Einwohnern, liegt weit
hinten im Taminatal auf der Gabelung mit dem Calfeisental, einem
grossen Naturgebiet auf der Grenze der beiden Kantone St. Gallen und
Graubünden.
Eine gute halbe Stunde von der Autobahn und dem nächsten Bahnhof
(Bad Ragaz) entfernt, liegt es vom Gefühl her weit weg von der
bewohnten Welt, ohne unerreichbar zu sein. Am Dorfende
Richtung Kunkelspass (1400 M.ü.M), der nur zu Fuss oder mit dem
Mountainbike erreichbar ist, liegt mein Haus und Atelier.
Neben dem Haus ist Platz für den Kurs, aber je nach Wetter gibt es ein
paar hundert Meter weiter im Wald inspirierendere
Arbeitsplätze.
Der Kurs findet möglichst draussen statt, evt. unter einer Plane oder Zelt
gegen Regen, aber auf jeden Fall in der sauberen Bergluft zwischen
Bergen, die nochmal 1500 bis 2000 Meter hochragen.
Mögliche Arbeitsplätze
Somit ist auch gleich klar, was man ausserhalb des Kurses machen kann oder auch wenn die Kraft nicht ausreicht für einen ganzen Tag Bildhauen. Reichlich Wanderwege, zum Teil gut ausgeschildert und einige sogar mehr oder weniger eben, laden ein, die Natur zu entdecken. Oben in den Bergen leben Gemsen, Steinböcke und einige Steinadler und im Tal sind Füchse, Dachse und Marder nicht selten zu beobachten. Im Sommer gibt es ein schönes Ausflugziel entlang dem Gigerwaldstausee nach St. Martin, einem alten Walserdörfchen. In Vättis können Sie Urlaub und Kreativität miteinander verbinden.
Genug der Reklame: zu den praktischen Seiten des Aufenthaltes. Im
Dorf gibt es einige Hotels und Ferienwohnungen.
Ausserhalb des Dorfes gibt es einige
Ferienhäuser und einen halb-offiziellen Zeltplatz (keine
Sanitäranlagen, nur einen Wasserhahn mit kaltem Quellwasser) im Wald
an einem Bach.
Zelten ist sicher die billigste und romantischste Unterkunftsmöglichkeit.
Weitere Informationen und Preise finden Sie
hier.
Lebensmittel können Sie bei den beiden Dorfläden kaufen; die
beiden Hotels im Dorf haben jeweils ein Restaurant.
Wie Sie wahrscheinlich schon verstanden haben, ist der Kurs kein
Standardprodukt. Die kleine Gruppe, die relativ isolierte Lage und
das Arbeiten in der Natur zwischen den Bergen sorgen dafür, dass
die Teilnahme zu einer Erfahrung wird, die weiterführt als das
reine
Anfertigen einer Steinskulptur. Selbstverständlich haben Sie die
Freiheit, den Kurs zu erleben, wie Sie das möchten. Ich werde
probieren, meine Begleitung auf Ihre Wünsche abzustimmen.
Verpflichtungen gibt es ausschliessllich hinsichtlich der
Sicherheit und, falls möglich, einen gemeinsamen Start am Morgen.
Ich freue mich, von Ihnen zu hören. Über E-Mail skulptur@ergoarte.ch können Sie mich erreichen für weitere Informationen.
Selbstverständlich gebe ich während des Kurses Sicherheitsinstruktionen; Verantwortung für die Sicherheit kann ich allerdings nicht (alleine) übernehmen. Alle Teilnehmer sind selbst verantwortlich für ihr Handeln, ihre eigene Sicherheit und die der anderen. Darum noch die folgenden Bemerkungen:
Gyelt Tuinstra